Jahreshauptsippung des Rennsteigvereins in Zapfendorf
18.04.2026
Zur Vorstandssitzung in Suhl war ich ja schon gewesen, aber die Jahreshauptsippung in Zapfendorf (Oberfranken) war meine erste. In meiner Funktion als Rennsteigkönigin war ich ein beliebtes Fotomotiv und Gesprächsthema.

Genau das ist ja auch meine Funktion: Aufmerksamkeit für unsere Region und ihre Kultur gewinnen und vielleicht auch neue Mitstreiter für unsere traditionsreiche Sache.

Den Rennsteigverein gibt es nun schon seit 1896. Und wem Wandern vielleicht zu altbacken ist und der mehr auf größere sportliche Herausforderungen steht, der findet am Rennsteig mit seinen 171 km ein hervorragendes Betätigungsfeld. Wer dennoch mehr möchte, kann in Blankenstein am Drehkreuz des Wanderns auf eine der weiteren Strecken gelangen, z. B. den Kammweg.
Auch Radler bezwingen gerne den Rennsteig.
Andere legen es heute aber auch nicht mehr auf solche sportlichen Hochleistungen an. Für die ist Wandern in der schönen Natur als Genuss und zur Abwechslung vom täglichen Allerlei ideal – nur alleine macht es weniger Spaß. Und deshalb bietet der Rennsteigverein viele Möglichkeiten des gemeinsamen Wanderns überall entlang der Stecke zwischen Werra und Selbitz.

Die Mitglieder des Rennsteigvereins trafen sich in Zapfendorf, wo die geschichtsträchtige Valentinskapelle steht, die für Pilger geradezu ein Muss ist.


Wenn man erfährt, dass Zapfendorf 1945 durch die Bombardierung eines Zuges voller Munition ziemlich zerstört wurde, sieht es heute gar nicht mehr danach aus, sondern nach einem gepflegten Ort – nur ohne Fachwerkhäuser, die man sonst viel in der Region findet.
Die Valentinskapelle liegt auch auf dem Weg zu den beiden Wallfahrtsstätten Kloster Banz und Vierzehnheiligen, die absolut sehenswert sind.
Von der Kapelle wanderten wir entlang des Maintals mit seinen schönen Ausblicken in einem gemütlichen Tempo und genossen den Frühling.

Auf solchen Wanderungen lernt man auch Neues kennen. Zum Beispiel gibt es hier desöfteren Kühlkeller wie diesen:

Mancher wünscht sich da vielleicht gleich ein kaltes Bier. Ja, Brauereien gibt es in Franken gar viele!


Unsere Wanderung ging ca. dreieinhalb Kilometer von der Valentinskapelle bis zu Jack’s Wirtshaus, wo nach der Einkehr die vereinstechnischen Dinge verhandelt wurden.

Es war ein schöner Tag, und die Rennsteigkönigin wurde positiv aufgenommen. Bleibt die Frage, warum die Kunde nicht längst überall hingedrungen war.

24.04.2026
